Das erste mal habe ich den Giersch auf dem Höchster Wochenmarkt gesehen. Dort hat mir die liebe Frau Geis (Kräuterfrau) von all den tollen Vorzügen des Giersch erzählt. Entzündungshemmend, antibakteriell, entsäuernd und für die Blase ist das ja überhaupt das Wundermittel und am Ende stand ich mit einer Tüte Giersch in der Küche und war etwas ratlos. „Viel Knoblauch“ hat Frau Geis noch gesagt und „den kann man verarbeiten wie Spinat“. Nun ja, er ist nicht so zart wie Spinat. Gemerkt habe ich das aber erst nach dem Kochen und nachdem ich 5 Minuten auf einem Bissen rum gekaut habe wie eine Bergziege. Das wars dann erst einmal mit dem Giersch.Nach unserem Umzug hatte ich plötzlich einen Garten und in diesem Garten sprießt der Giersch. In die Pfanne habe ich ihn nicht mehr gehauen, aber ein Pesto habe ich daraus gemacht und das war einfach unglaublich gut. Ich habe trotzdem auch Basilikum genommen, geschmacklich ergänzen sich die beiden ganz toll. Giersch hat außerdem einen unglaublich hohen Anteil an Vitamin C, viermal höher als Zitronen und ist vollgepackt mit Mineralstoffen wie Magnesium und Eisen. WICHTIG: Giersch richtig bestimmen. Man erkennt ihn an dem dreieckigen Stiel, mit jeweils 3 Blättern die dreigeteilt sind. 3 x 3 x 3… kann man sich gut merken.
Giersch-Pesto
Zutaten
- 2 Handvoll Giersch
- 1 Handvoll Hand voll Basilikum
- 60 g Cashewkerne gesalzen und geröstet
- 3 EL Olivenöl
- 1 EL Wasser
- 30 g Parmesan gerieben
- 1 kleine Knoblauchzehe
Anleitungen
- Den Giersch von den dicken Stielen befreien und waschen.
- Basilikum von den dicken Stielen befreien und waschen.
- Zusammen mit den Cashews, Öl, Wasser und Knoblauch im Mixer oder Mörser zerkleinern.
- Den geriebenen Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Statt Cashews kann aber auch Mandeln, Pistazien, Sonnenblumenkerne oder Pinienkerne nehmen. Oder einen Mix aus allem. Ihr seid der Boss!
